Das Weg-Zeit-Argument

In meinem kürzlich erschienenen Satire-Kurzfilm „Mein LAB“ habe ich eine Metapher eingebaut, die das Prinzip verdeutlichen sollte, dass man zu überwindende Strecken nicht einfach dadurch verkürzen kann, indem man mehr Menschen auf diese Strecken ansetzt.

Da es ein Standardargument vieler bekannter Impfpflichbefürworter ist, dass die Impfmethoden für die Covid-19-Impfstoffe so gut erforscht seien wie kaum einer zuvor, weil man gleichzeitig so viele Forscher wie nie damit beschäftigt habe. So heißt es.

Ich habe nun ein paar Mal unter meinem Video gelesen, dass mein metaphorisches Beispiel mit dem Einkaufsweg, aus meinem Satire-Kurzfilm, diesbezüglich ungültig bzw. nicht zutreffen wäre, da Spätfolgen, die erst nach Monaten auftreten, bei „Impfstoffen“ nicht zu erwarten seien.

(so gut erforscht, also)

Wie immer gilt: Ich bin kein Mediziner und was ich sage ist nicht als (medizinischer) Ratschlag zu verstehen, wenn ich darauf jetzt allgemein eingehe. Sprecht mit dem Arzt eures Vertrauens. Fragt diesen nach Rat und medizinischer Aufklärung.

Nachdem das verdeutlicht wurde, will ich auf die Kritik antworten:

Die mRNA Technik ist zunächst einmal keine Impfung nach der Definition einer Impfung. Heißt, es handelt sich hier um eine andere medizinische Therapie, soweit ich das beurteilen kann und ist somit nicht mit den klassischen Impfstoffen zu vergleichen. Auch vektorbasierte bzw. Proteinimpfstoffe sind anders aufgebaut, als das was per Definition unter Impfung fällt. Korrigiert mich wenn ich falsch liege.

In meinem metaphorischen Beispiel aus dem Satire-Kurzfilm geht es auch nicht darum zu behaupten, dass man durch Logistik / Effizienz nicht GAR KEINE Prozesse verkürzen könnte, sondern sich eben manches (eventuell sogar Unerwartetes) nicht einfach überspringen lässt.
Und diese Komponente von entsprechenden Impfpflichtbefürwortern weggelassen wird.

Nicht zuletzt sogar Dinge, die (in einem reinen fiktiven Paralleluniversum, versteht sich. Also niemals bei uns in der Realität. VOLLKOMMEN AUSGESCHLOSSEN!) nicht mal medizinische Ursachen haben, sondern Menschliche. Interessensfragen, fehlerhafte Auswertungen, Glaube, ideologiegetriebenes Verhalten, Tribalismus, Sunk Cost-Effekt, Angst, Verantwortung für (fatale) Fehler etc. bla bla bla.
Es gibt Menschliches Versagen bzw. Interessen. (Also in einem rein fiktiven Beispiel, versteht sich. Nicht, dass das wirklich so wäre).

Jedenfalls gibt es etliche Gründe, weshalb nicht immer alles sofort aufm Tisch liegt, wie dieses eindimensionale Standardargument, das immer wieder angebracht wird, auf plumpe Weise ignoriert.
Es ist nämlich fast schon dreist, wenn man alternative, neue Therapietechniken, die das Prinzip einer Impfung imitieren wollen mit klassischen Impfstoffen, die einer bestimmten Definition unterliegen, undifferenziert gleichsetzt, um überhaupt ein Argument zu platzieren.

Ich bin kein Mediziner und gebe keine Ratschläge in dem Kontext, aber ich habe eine doch im Ansatz funktionierende Denkfähigkeit, die etwas differenziertere Argumentation verlangt. Das ist schließlich ein ernsthaftes Thema. Und mich wundert es schon, wie plump und schwarz weiß hier größtenteils „argumentiert“ wird, in der Sache.

Und skandalös finde ich dann im Kontext auch noch die „Zählweise“ des Impfstatus der Intensivpatienten, wozu ich einige Verlinkungen in der Videobeschreibung habe. Warum macht man das? Warum zählt man Status: Unbekannt zu Status: Ungeimpft dazu? Hat man das nötig?

Da kommen ja derzeit immer noch erst neue Erkenntnisse dadurch raus, dass JETZT genauer gezählt wird. Und das ist doch relativ spannend, was da an Erkenntnissen rauskommt. Ich empfehle an der Stelle den Twitter-Feed von dem Journalisten Tim Röhn (Derzeit Journalist bei WELT). Da dieser sich derzeit sehr detailliert damit befasst.

Und was sagt das über die Glaubhaftigkeit allgemein aus, wie hier vorgegangen wurde? Oder überhaupt in dem ganzen Hin und Her.
Von welchen Daten also gehen wir aus? Die stehen zum Teil also noch nicht mal wirklich fest, so wie ich das hier verstehe.
Was aber lange Zeit gemacht wurde ist, dass behauptet wird, man habe eine feste Datenlage. Warum soll ich die Aussagen dieser Leute inhaltlich noch ernst nehmen?

Also, auf welchen validen Daten, welcher Evidenz rechtfertigt man die politischen Entscheidungen?

So wie ich das für meine Verständnisse begreife sind das auf der Seite der Befürworter der Impfpflicht mindestens genauso Vermutungen, fragwürdige Modelle, Studien und Experten.
Wie wird hier seit Jahren mit Kritikern umgegangen?

Liste mit Verweisen zu dem Kontext:

► arte Doku über Big Pharma • https://youtu.be/aS1yl-dx1Gk

► The Guardian zu Risiken • https://www.theguardian.com/world/2021/sep/10/boys-more-at-risk-from-pfizer-jab-side-effect-than-covid-suggests-study

► Verzerrung der Statistik • https://www.berliner-zeitung.de/news/verzerrung-der-statistik-bayern-zaehlt-unbekannten-impfstatus-als-ungeimpft-li.199206

► Impfstatus der Intensivpatienten wurde lange Zeit nicht erfasst • https://www.welt.de/politik/deutschland/article235658602/Divi-Impfstatus-der-Intensivpatienten-wird-nun-erfasst.html

► Die Grobfalsche Zahl der Ungeimpften • https://www.welt.de/politik/deutschland/plus235717074/Corona-in-Hamburg-Peter-Tschentscher-die-grob-falsche-Zahl-der-Ungeimpften.html

► Dr. Robert Malone, MD (Erfinder der mRNA Technologie), nach Twitter-Ban, bei Joe Rogan • https://open.spotify.com/episode/3SCsueX2bZdbEzRtKOCEyT

► Reuters-Artikel über Sorge der Hersteller wegen Nebenwirkungen • https://www.reuters.com/world/refugees-lack-covid-shots-because-drugmakers-fear-lawsuits-documents-2021-12-16/

► Welt Artikel zur Zählweise •
https://www.welt.de/politik/deutschland/plus235870762/Hospitalisierungsinzidenz-Wird-schon-stimmen-irgendwie.html

► New York Times über das Immunsystem • https://www.nytimes.com/2021/12/27/world/middleeast/israel-fourth-dose-covid-vaccine.html

► Journalist Tim Röhn über die Zählweise
https://twitter.com/Tim_Roehn/status/1476575806969335812?s=20

https://twitter.com/Tim_Roehn/status/1477975486764572675?s=20

► Gesprächsrunden zum Thema:
https://www.spreaker.com/user/indubio/indubio-182

https://www.spreaker.com/user/indubio/indubio-180

https://www.spreaker.com/user/indubio/indubio-177

► Faktencheck: Morgenmagazin-Moderator (Sushi TV) • https://youtu.be/fO4TdlfIYcs

► Lauterbachs Zahlenwandel (Sushi TV) • https://youtu.be/rbso3VUyWtQ

► Sahra Wagenknecht zum Thema Impfpflicht u. Lauterbach • https://youtu.be/ZdtBVODJqBU

► Thema Inhaltsstoffe: https://www.berliner-zeitung.de/news/chemiker-zu-impfstoff-woher-kommt-der-grauton-li.208305

2 Kommentare

  1. Alles absolut richtig.. vor Corona hatte man über 20 Jahre erfolglos an diesen Stoffen geforscht.
    Nichts kam über Test-Phase 2 hinaus, wobei auch nur 2 diese Phase überhaupt erreichten.
    Warum… unerwünschte, auch tödliche Nebenwirkungen, die man nicht in den Griff bekam.

    Dann wurde 2009 ein Gesetz geändert, das möglich machte, solche Stoffe als Impfstoffe einzusetzen, falls das nötig wäre.

    Die Definition von Impfstoff wurde 2009 so geändert dass auch diese neuartige Brühe (eigentlich eine Gen-Therapie) auch als Impfung gilt. Zwar „nur“ im rechtlichen Sinn und nicht im medizinischen.

    Spahn war von 2005 bis 2009 im Gesundheitsausschuss des Bundestages und schon damals Pharma-Lobbyist!

    Arzneimittelgesetz
    Erster Abschnitt – Zweck des Gesetzes und Begriffsbestimmungen, Anwendungsbereich (§§ 1 – 4b)
    § 4
    Sonstige Begriffsbestimmungen

    (4) Impfstoffe sind Arzneimittel im Sinne des § 2 Abs. 1, die Antigene oder rekombinante Nukleinsäuren enthalten und die dazu bestimmt sind, bei Mensch oder Tier zur Erzeugung von spezifischen Abwehr- und Schutzstoffen angewendet zu werden und, soweit sie rekombinante Nukleinsäuren enthalten, ausschließlich zur Vorbeugung oder Behandlung von Infektionskrankheiten bestimmt sind.

    Vor 2009

    (4) Impfstoffe sind Arzneimittel im Sinne des § 2 Abs. 1, die Antigene enthalten und die dazu bestimmt sind, bei Mensch oder Tier zur Erzeugung von spezifischen Abwehr- und Schutzstoffen angewendet zu werden.

    Noch im Jahresbericht von Pfizer aus 2019 wurde die Befürchtung geäußert, dass diese Stoffe noch sehr lange keine Zulassung bekommen werden.

    Dann kam Corona und man brauchte einen „Impfstoff“…

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  2. Das Argument, es könne keine Langzeitfolgen geben, ist so oder so grob falsch. Da braucht man gar keine Grundsatzdebatte über die Bedeutung von „Impfung“ anzufangen. Nur weil die Substanz – in diesem Fall mRNA plus Lipid-Nanopartikel, in anderen inaktivierte oder geschwächte Viren bzw. deren Antigen plus Wirkverstärker – zügig wieder aus dem Körper sind, stoppt ja nicht gleichzeitig jeder durch die Injektion ausgelöste Prozess. Es gibt in dem Bereich verschiedene Studien, die alle auf eine Dauer von mehreren Monaten deuten. Eine Zeitspanne also, die sich ungefähr mit der Wirksamkeit gegen Infektionen deckt. Aber auch wenn alles „vorbei“ ist, können verursachte subklinische Veränderungen Jahre bis Jahrzehnte später symptomatisch werden. Siehe beispielsweise Pandemrix und Narkolepsie.

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