Alternativen für die Alternative

Moin Kameraden (m/w/d) ,

Es ist 6:40 und in 2 Stunden muss ich nach Potsdam, um dort die Finanzierung für das nächste Projekt klar zu machen. Ihr fragt euch ja bestimmt, warum ich keine Videos mehr mache und auch mein Gelabere hier auf diesem Blog immer seltener geworden ist. Nun, ich habe – nachdem Auswanderungsplan A dank Corona zerschlagen worden ist – mich dazu entschieden, den Auswanderungsplan B zu realisieren. Ab Sommer – genauer gesagt, ab 15.06. – bin ich stolzer Teil unserer eidgenössischen Nachbarn und erfreue mich am Nazigold, der besten Schoki der Welt, direkter Demokratie und … HEIDI!

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Parallel dazu haben wir in unserem neu gegründeten Verein DEMOS Vult! mehrere Projekte im Dezember angeschoben, die wir jetzt realisieren. Ich hab mich nämlich zusätzlich entschlossen, nicht völlig kampflos den linken Schwachmaten das politische Feld meiner einstigen Heimat zu überlassen. Ich werde hier zur gegebener Zeit auch etwas Werbung machen.

So. Meinem Narzissmus wurde genüge getan, jetzt zurück zum Thema.

Angeregt durch den Parteitag der einzigen noch verbliebenen echten Oppositionspartei in Deutschland und diesem Tweet des bezaubernden Fräulein Kaisers hier, habe ich dazu entschlossen hier mal ein paar wertvolle Tipps einen konkreten Handlungsplan aufzustellen, den die AfD befolgen sollte, um locker auf die 20% ++ klettern zu können, bei der Wahl im Herbst – sofern die neuen Corona-Mutanten oder der Astra Zeneca Impfstoff uns bis dahin nicht alle dahingerafft haben.

Da ich damals für Edmundo Ääääh „Il Grande“ Stoiber beinahe selbst Politiker geworden wäre und mein derzeitiger Traumberuf manipulativer und intriganter Spin Doctor ist, fühle ich mich qualifiziert genug, der Partei meiner Worte Weisheit in fünf simplen Handlungsanweisen zu offenbaren.

Kapiert endlich das politische Spiel!

Ein Großteil der AfD-Politiker glaubt heutzutage noch allen Ernstes, dass die Deutschen so intelligent und gebildet wären, Parteiprogramme zu lesen und eine Partei nach deren Inhalte und die Personen nach Kompetenz zu wählen. Genau. Und deshalb sind die Grünen bei 25%…

Ich sage jetzt nicht, dass die Inhalte komplett über Bord geworfen werden müssen, selbst ich empfinde bspw. die Videos eines Peter Boehringer wirklich informativ und lehrreich, aber es gibt eben einen Unterschied zwischen Verkauf und Umsetzung. Beim Verkaufen steht die Emotion im Vordergrund, man muss den potentiellen Kunden von seinem „Produkt“ begeistern können. Das klappt aber nicht, in dem ich ihn mit Sachargumenten bombardiere. Er versteht diese ohnehin nicht.

Also liebe AfD, anstatt euch an Sachthemen abzuarbeiten, kümmert euch lieber mal um die Art des Verkaufs, also die Art der Kommunikation. Wenn „Deutschland. Aber normal.“ das beste ist, was eure Kommunikationsstrategen (habt ihr da überhaupt welche?) zu bieten hat, dann schmeißt diese biete raus und werdet gleich noch dazu Buchhalter oder Sachbearbeiter. Ausnahmslos alle.

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Ma ehrlich. Ihr seid eigentlich eine Oppositionspartei, also verdammt noch mal, verkauft euch dann auch als eine. Stellt euch doch einfach mal vor, dass Apple seine Produkte so verkaufen würde. „Das neue iPhone X. Normal.“

Und währenddessen erzählt Annalena munter über Kobolde, während sie mit ihren Glocken wackelt und Robert grinst ahnungslos in die Kamera, während er was über die Pendlerpauschale faselt. Get the point?

Erarbeitet eine gemeinsame Kommunikationsstrategie und damit einen Konsens!

Euer gesamtes Führungspersonal, also vom Libertären, bis hin zum nationalkonservativen Flügler, gehört sich mal für 4 Wochen in ein Bootcamp verfrachtet und sollte dort gezwungen werden, sich auf eine gemeinsame Strategie zu einigen, die man dann geeint umsetzt. Eine Art Konsens – zumindest während der Wahl. Danach könnt ihr wieder euch wieder 24/7 über Inhalte zerfleischen. Aber eben bitte intern und nicht in der Öffentlichkeit. Die Wähler hassen nämlich zerstrittene Parteien.

Auch hier wiederum geben die Grünen ein gutes Beispiel aus der Vergangenheit ab. 2013 hatten die Grünen gerade mal klägliche 8,4%. Und das weil sie eben so zerstritten waren und sich der linksextreme Flügel, die Ökos und die Realos in der Öffentlichkeit permanent selbst zerfleischt haben. Das Ganze setzte sich bis 2017 fort, wo die Grünen auch nur 8,9% hatten. Es gab sogar ein Spiel, in dem sich Özdemir und KGE nur selbst dauernd schlagen konnten: Bundesfighter 2.

Danach hat man sich praktisch „neu erfunden“, wie es im Marketingjargon so schön heißt, es kamen neue, unverbrauchte Gesichter her, man hat die Partei geeint und auf Linie gebracht.

Und mal ehrlich: wenn die verdammten Grünen das können, warum nicht die AfD?

Ich würde übrigens die in der Öffentlichkeit völlig verbrannte AfD-Führung komplett auswechseln. Mal ehrlich: der Flügel und damit 1/3 der Gesamtwähler hasst den Meuthen, was ja auf Gegenseitigkeit beruht. Die können ja ihre Ämter weiterhin behalten, aber eben im Hintergrund ausüben.

An die Front würde ich unverbrauchte sympathische und junge, aber eben auch bereits schon bekannte Gesichter wie bspw. Dennis Hohloch, Carlo Clemens, Marie Therese Kaiser, etc. stellen, die die verschiedenen Strömungen innerhalb der AfD repräsentieren. Ich persönlich glaube auch, dass diese als hungrige Karrieristen den nötigen Pragmatismus und Opportunismus an den Tag legen und sich schneller einigen können, als die festgefahrene Bande, die derzeit das Ruder in der Hand hält.

Kommunikation = Sympathie + Ausstrahlung + Kompetenz

Und wo wir schon beim Thema Kommunikation sind: dazu gehört auch, dass ihr euer Spitzenpersonal coacht. Gemäß der festgelegten Kommunikationsstrategie wird also jeden Tag exakt festgelegt wer, was, warum, wem sagt. Eine Messagecontrol nach österreichischem Vorbild. Widerspricht das den Grundsätzen der freien Rede? Ja, verdammt, das tut es. Es ist aber notwendig, um ein Bild der geschlossenen Einigkeit und der Stärke nach außen hin abzugeben.

Wie gesagt, wenn wir wieder normale Verhältnisse in diesem Land haben, könnt ihr auch wieder jeden Stuss raushauen, der euch gerade einfällt. Bis dahin aber Zähne zusammenbeißen, lächeln und so wenig Angriffspunkte wie möglich bieten. Denn diese werden vom politischen Gegner, zu dem übrigens vor allem die Medien gehören, gnadenlos ausgeschlachtet.

Zur Ausstrahlung gehört übrigens auch ein sympathisches Auftreten mit entsprechendem Stil. Die Menschen wollen heute eben junge, dynamische Selbstdarsteller haben und keine grauen Eminenzen mehr. Mehr Schein als Sein. Das ist zwar irgendwo auch traurig, aber eben wahr. Also baut euch solche Frontfiguren auf. Österreich hats mit Kurz (der gerade aber am eigenem Größenwahn scheitert) eindrucksvoll vorgemacht.

Distanziert euch von Distanzierungen!

Kapiert einfach auch mal, dass sämtliche Mainstreammedien zu euren politischen Feinden gehören. Kapiert vor allem auch, dass diese nicht fair spielen und ihr daher auf deren Territorium IMMER verlieren werdet. Ein Björn Höcke oder eine Alice Weidel könnten Heime für vom Aussterben bedrohte Robbenbabies und Knuddelkätzchen persönlich finanzieren und würden am nächsten Tag in den Zeitungen als „Rechtsextreme AfD-Politiker sperren arme Tiere in Heimen weg!!1“ betitelt werden. Also ignoriert diese bestenfalls und baut euch eure eigenen Kommunikationskanäle in den alternativen Medien auf. Das Ganze passiert zwar, aber findet eben noch auf kleiner Flamme statt. Hier muss viel mehr Power und vor allem Geld rein.

Und springt nicht über jedes Stöckchen, welches euch irgendwelche Journutten tagtäglich hinhalten. Zeigt Geschlossenheit, wie die Linken das tun.

Da solidarisiert sich von der SPD-Vorsitzenden, über sämtliche NGOs und Mainstreammedien, bis hin zum gemeinen Antifa-Prügler auf der Straße irgendwie jeder mit jedem. Kennt ihr da diesen einen Vorfall, wo sich ein grüner Spitzenfunktionär vom linksextremen, brandschatzenden Mob distanziert hat? Nein? Seht ihr, ich auch nicht.

Ihr müßt es ja nicht unbedingt gut heißen, wenn wieder mal irgendein Hinterbänkler im Kreisverband Wanne-Eickel mal wieder irgendwas Saublödes geäußert hat. Aber distanziert euch davon nicht und verweist darauf, dass das die persönliche Meinung desjenigen ist und kontert sofort mit einer unliebsamen Gegenfrage, um vom Thema abzulenken.

Frage: „Herr Meuthen, was sagen Sie zur Aussage von XY, der alle Kommunisten aus dem Helikopter werfen will??“ Antwort: „Das müssen sie XY schon selbst Fragen, aber sollten wir nicht lieber über den Maskenskandal bei der CSU sprechen? Wußten Sie, dass dort A Steuergelder verbrannt wurden?“

Und schon habt ihr eure Ruhe.

So, es ist jetzt 7:49. Dieser Scheiß hat mich ne ganze Stunde Lebenszeit gekostet und wird wahrscheinlich ohnehin nur von ner Handvoll Leute gelesen. Aber evtl. liest es ja der ein oder andere AfDler, der das mal an den Bundesvorstand heranträgt.

Sofern ihr mal einen guten Spin Doctor braucht, meldet euch bei mir. In der Schweiz. ❤

So und jetzt geht es nach Potsdam, meine Froinde.

Es grüßt wie immer selbstgefällig,

Der Kapitalist

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2 Kommentare

  1. Vollkommen richtig! 1.Punkt Symphatische, jüngere Leute nach vorne. Ob es einem gefällt oder nicht, mit Höcke’s, Hans Jörg Müllers usw. wird man keine neuen Wähler gewinnen, so kompetent sie auch sein mögen. 2. Punkt Mehr auf Gefühl anstatt auf Fakten setzen, wie gesagt liest der Normalo kein Parteiprogramm. Die Nichtwähler, die meiner Meinung nicht enttäuscht sondern allgemein komplett desinteressiert sind, könnt ihr nur durch Gefühl erreichen, niemals durch Fakten und langweilige Reden. 3. Hört auf rumzuheulen, dass die ÖR euch nicht einladen. Diejenigen die ÖR schauen, sind sowieso nicht eure Zielgruppe und ihr steht nach solchen nicht neutralen Sendungen sowieso schlechter da als vorher. Eure Zielgruppe muss 18-50 sein, Arbeiter und Selbstständige. t.me/buddhawarrechts

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