Fake-Tierrettungsvideos

Ich hatte schon immer den Verdacht, dass die meisten dieser Videos von sogenannten Tierrettungen gefaked (inszeniert) sind.
Es passt einfach zu sehr ins Bild. Ständig so viele Videos darüber produzieren zu können, was eigentlich eher Zufallsereignisse sein müssten, wirkte seltsam.
Und die Gesellschaft eine weltweite Währung für untalentierte Moralapostel und Virtue Signalling kreiert hat: Likes.
Es passt einfach in mein Weltbild, das ich als Misanthrop von Menschen habe.
Einerseits moralinsaure Normies, die keine 2 Sekunden über das nachdenken, was sie zuvor konsumiert haben und auf der anderen Seite Menschen denen nahezu jeder Skrupel fehlt und wissen wie sie mit Hilfe des Moralnarzissmus der Menschen Profit erzielen können.

Ist euch schon einmal in den Sinn gekommen, dass selbst Tierdokumentationen „gestaged“ bzw. in Teilen gefaket sein können?
Viele Aufnahmen werden inszeniert und in Studios / Terrarien aufgezeichnet. Denn wenn man durch die Natur läuft, ist die Wahrscheinlichkeit sehr niedrig, dass man stetig solche atemberaubenden Makroaufnahmen von Tieren bekommt.
Große Tiere aus der Ferne kann man sicher über längere Strecken aufzeichnen. Aber schaut euch doch mal ein Making Of von Dokumentarfilmen an. Ihr werdet erstaunt sein wie viel davon in Studios inszeniert wurde. Das ist erst einmal auch nicht verwerflich. Denn meistens handelt es sich dabei nicht um inhaltlich verkehrte Darstellungen.
Die gibt es ebenfalls!
Zum Beispiel ist eines der berühmtesten Fakes in Dokumentationsfilmen das Märchen von den suizidalen Lemmingen.
Damals haben sich Dokumentarfilmer diesen Quatsch ausgedacht. Sie haben sich also an Klippen gestellt und die Tierchen von der Klippe gestoßen, um einmalige Aufnahmen zu bekommen, die sie mit einer ausgedachten Geschichte komplettierten.

Mir ist schon oft der Gedanke bei diesen vermeintlichen Tierrettungsvideos auf YouTube gekommen, dass diese möglicherweise zu großen Teilen inszeniert sind.
Es wird sicher nicht jedes einzelne Video darüber gefaked sein. Aber während es nur Beweise für einzelne Fälle gibt, glaube ich persönlich, dass ein riesiger Teil dieser Videos unauthentisch ist. Das ist als subjektive Vermutung zu verstehen.

Viel zu süß ist die Verlockung sich selbst als reinen Menschen darzustellen, wenn man solche Videos in den sozialen Medien teilt und Aufmerksamkeit verknüpft mit positiven Emotionen als Feedback erhält.
Ich meine, seht euch nur mal die durchschnittlichen Kommentare unter einem viralen Tiervideo an. Nicht selten findet man den Klassiker: „Menschen sind Monster, kein Tier der Welt würde aus Spaß töten!“, „Bla Bla Blubber Fasel, ich bin geil. Tiere töten niemals aus Vergnügen, Bla Bla.“ Das ist inhaltlich natürlich absoluter Blödsinn, aber das Thema behandele ich ein anderes Mal. Es soll gerade einfach nur zeigen, wie Menschen ticken: Es geht nur darum, sich im Wald der positiv verknüpften Emotionen selbst zu inszenieren.

Was kann man dagegen tun? Im Grunde nur langsam für Aufklärung sorgen. Ganz wird man diesen Effekt und solche Skrupellosigkeit im Internet aber vorerst nicht wegbekommen.

So, war mal wieder Zeit meine Abneigung an die Menschheit auszudrücken.

Und immer dran denken! Hätte ich meine Negativität hier ausgelassen, indem ich über Gendersternchen und Frauenpower geschrieben hätte, hätte ich vermutlich einen Monat von den Spendeneinnahmen auskommen können ;D

Man sieht sich!

Dion

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5 Kommentare

  1. Dude, Streuner zu treffen ist kein „Zufallsereignis“. Bestes Beispiel ist wohl Russland, da hast du selbst im tiefsten Sibirien Streuner, die sich halt Futter erbetteln oder Müll durchwühlen. Auch In China, der Mongolei und ein paar anderen Ländern triffst du in regelmäßigen Abständen auf streunende Tiere. Und so nen Streuner mitzunehmen ist jetzt auch nicht so hart unüblich. Hat n Verwandter vor 20 Jahren oder so, also vor Social Media, schonmal gemacht.

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  2. „Es passt einfach zu sehr ins Bild. Ständig so viele Videos darüber produzieren zu können, was eigentlich eher Zufallsereignisse sein müssten, wirkte seltsam.“
    Nö. Null. „Hope for Paws“ z. B. hat fünf Millionen Gefährten auf YouTube. Bei den Jungs wird das Telefon nicht stillstehen.

    Wie auch immer, was mich stört, dass ich einen ganzen Artikel gelesen habe, ohne einen einizigen Fakt zu erfahren. Dabei wäre es doch so einfach: Wer türkt? Wo türkt er? Wie türkt er?
    Und nö, ich habe keine Lust mir ein zwanzigminütiges Video darüber anzusehen. Wäre es so, hätte ich Deinen Artikel nicht lesen brauchen.

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    1. Ich wüsste nicht, was an der Aussage zeigen soll, dass es keine Leute gibt, die da ein Geschäftsmodell draus machen und nicht selten dabei faken. (Wie es beispielsweise in den eingebetteten Videos gezeigt wird).
      Ich kenne „Hope For Paws“ nicht und treffe keine Aussage über sie. Sondern eine Allgemeine, mit Bezug auf eingefügte Videos.

      Und was meinen Blog betrifft:
      Gib Geld (nicht wirklich) und ich behandele diesen persönlichen Blog mit 10 Aufrufen am Tag, wie seriösere Varianten dieser sterbenden Mediengattung (Zeitungen) und mach da nen richtigen Artikel draus. So lange ich das aber nebenher und unentgeltlich betreibe, bleibts Bloggeschreibsel. Mal mehr, mal weniger Aufwand.

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