Der Gastwirtschaftsminister

Wir sind es ja gewohnt, dass aus dem Saarland nicht allzu viel Gutes kommt: Annegret Kramp-Karrenbauer, Heiko Maas, Erich Honecker und eben auch Peter Altmeier. Jetzt muß man natürlich sagen, dass er trotz seiner aufgeblasenen imposanten Gestalt von den beschriebenen Personen die Unscheinbarste ist.

Aber wenn er eben mal etwas sagt oder vor allem tut, dann ist es eben die Garantie für konzentrierten Schwachsinn in Reinstform, quasi ein Konzentrat all der Inkompetenz, die wir von unserer geliebten Regierung so sehr gewohnt sind.

https://bilder.t-online.de/b/88/55/39/84/id_88553984/1200/tid_da/peter-altmaier-der-bundesminister-fuer-wirtschaft-und-energie-traegt-seine-maske-im-bundestag-falsch-.jpg

Besonders hervorzuheben, ist dabei seine Industriepolitik, wo er doch allen Ernstes sich als deutscher (!) Wirtschaftsminister (Klein- und Mittelständische Unternehmen generieren ca. 60% des BIP?) sich für supranationale Konzernfusionen ausgesprochen hat, wie im Falle Alstom und Siemens, die dann von der EU einkassiert wurde oder die gezielte Förderung einzelner Unternehmen, um mehr „Champions“ hervorzubringen.

Ich meine, unabhängig davon, dass dieser Wahnsinn bei Ökonomen Brechreiz auslöst wir wissen ja, wie besonders innovativ, effizient und langlebig, sich staatlich geförderte Megakonzerne auf dem freien Markt erwiesen haben…

Auch bei der desaströsen Energiepolitik unter Merkel hat er als Umweltminister kräftig mitgemischt, die den deutschen zwar den teuersten Strom der Welt beschert haben, dafür aber auch kaum reduzierten CO2-Ausstoß. Ein echtes Erfolgskonzept.

https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/kohlendioxid-weltweit-101~_v-videowebl.jpg

Wenigstens war unser saarländischer Wonneproppen ehrlich und hat schon frühzeitig die Deutschen vor der Billion EUR an Kosten gewarnt. Gejuckt hats halt niemanden, ihn auch nicht. Das IFO rechnet auch eher mit 500 – 3.000 Milliarden tutti bis 2050, berücksichtigt aber dabei natürlich nicht, die unzähligen, erfolgreichen Klagen der Energiekonzerne, die sich bis jetzt schon auf fast 30 Milliarden belaufen. Aber das wollen wir mal Peterle nicht zu 100% anlasten, da hier Mama kläglich versagt hat.

Was wir ihm aber vorhalten wollen, ist sein planloses Agieren in der Coronakrise. Ich meine okay, zusammen mit seinem Kumpel Olli Scholz, wo beide vor dem Wirecard-Ausschuss schon wie „Dick & Doof“ aussahen, pumpt man auf Teufel komm raus, Steuergeld in die deutsche Wirtschaft, die vor allem den Großkonzernen den Hintern rettet.

Anstatt sich über sinnvolle Konzepte zu kümmern, die die Konjunktur ankurbeln, verschleppt man die Probleme mit Geld und wartet auf ein Wunder, oder evtl. den Untergang – wer weiß das schon.

Kommen wir aber nun zum jüngsten, völlig weltfremden Vorschlag unseres Bockwurstfans, in dem er doch allen Ernstes vorschlägt, dass man in Restaurants und Schulen ja Schulunterricht auslagern könnte, um die Abstandsregeln zu gewährleisten.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Nicht nur, dass dieser abgehobene und realitätsfremde Vorschlag ein Schlag ins Gesicht eines jeden Hoteliers und Gastronoms ist, dessen Existenz dieses Jahr gerade von der Bundesregierung vernichtet wird, nein, er ist auch für sich isoliert betrachtet unendlich dämlich.

Wie machen es dann die Lehrer? Dürfen die dann von Stunde zu Stunde immer von einem Ort zum nächsten fahren, nach dem Motto „Erdkunde für Klasse 7c im Hotel Schwarzer Hahn um 9:00“ und dann für „die 8f in Charlys Eckkneipe“?

Wer bezahlt denn die Betriebskosten des Gastronoms? Die Schule? Sind die Kinder versichert, wenn sie etwas beschädigen? Was ist mit Pausen? Aufsichtspflichten?

Wie will man es einem Restaurantbetreiber erklären, dass er eine Schulklasse unterbringen darf, aber Gäste nicht?

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Egal. Diesen völlig hirnverbrannten Schwachsinn braucht wohl niemand ernsthaft durchdiskutieren, weil er für die Gastronomen und Hoteliers, wie für die Lehrer, als auch die Schüler und Eltern gleichermaßen völlig unrealisierbar ist. Altmaier hätte den Sommer halt mal lieber mit seinen Beratern nutzen sollen, um sich ein digitales Schulungskonzept zu überlegen.

Aber Peterle hats mehr mit Würstchen und einfachen Lösungen, statt mit kreativen Ansätzen.

Wenn ihr eure Kleinen als das nächste Mal zu Mannis Tabledanceclub um die Ecke schickt, vergesst ihnen nicht Trinkgeld fürs Personal mitzugeben, Froinde.

Es grüßt in seiner Herrlichkeit,

Der Kapitalist

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