Zum Rotlachen…

Was haben 1000 Jahre deutscher Humor, britische Kochkünste und italienische Heldensagen gemeinsam?

Richtig, sie existieren nicht.

Diesen miesen Uralt-Witz habe ich als Einleitung gewählt, damit jeder Leser gleich einmal weiß, wie unglaublich belastend dieser Artikel sein wird. Ja, es geht um deutschen Humor, genauer gesagt, um die Gewinner des Deutschen Karrikaturenpreises 2020.

Und die haben es wirklich in sich. Fangen wir mal zunächst mit dem „besten Newcomer“, Felix Gropper an, der uns mit seinem „Applaus am Fließband“, ein eisiges Lächeln auf die gefrorenen Gesichtszüge zaubert:

Völlig politisch inkorrekt wagt sich dieser kleine Che Guevara in noch nie dagewesene Gesellschaftskritik vor. Bei so viel humoristischer Innovationskraft steht dem Zeichner bestimmt eine großartige Karriere als Schreiberling für die Heute-Show bevor.

Aber bevor ich vor lauter Spaß noch einem Schlaganfall erliege, streiche ich mir die Lachfalten glatt und stelle nun voller Stolz die Sieger des diesjährigen, deutschen Karrikaturenwettbewerbs vor.

Der „geflügelte Bleistift in Bronze“ (das ist kein Witz, das heißt wirklich so!) geht an Ari Plikats Meisterwerk „Nicht den Opa“.

Wieder eine äußerst subtile Form der Gesellschaftskritik.

Ich denke die Senioren, die sich ihr ganzes Leben lang den Arsch für die wohlstandsverzogene Generation von heute aufgerissen haben und nun dank Covid-19 im Altersheim isoliert vor sich hinvegetieren müssen, finden diese Karrikaturen besonders erheiternd. Lachen über das eigene Elend ist ja bekanntlich das beste Antidepressiva, das es gibt!

Der „geflügelte Bleistift in Silber“ (es wird nicht besser, Froinde!) geht an Miriam Wursters „Einzeltäter“ und rechnet schonungslos mit den Milliarden von Toten durch rechtsextremen Terror in deutschen Großstädten ab.

Auch damit findet ein krasser Tabubruch statt, da noch nie, also ich betone wirklich noch niemals in der Geschichte Deutschlands Rechtsextremismus so unglaublich scharf kritisiert wurde, wie in dieser Karrikatur. Man braucht schon eine große Portion Heldenmut, um sich solch ein brisantes Thema für eine Karrikatur auszuwählen.

Während ich das hier schreibe, mobilisieren sich wahrscheinlich schon die braunen Massen und marschieren mit Fackeln Parolen skandierend voller Mordlust durch die Straßen Europas. Dabei hätte ich Frau Wurster warnen können: wer sich über Rechtsextremismus lustig macht, darf sich über den unglaublichen Gegenwind nicht wundern. Aber wenigstens hat sie im Alleingang das vierte Reich verhindert.

Kommen wir nun zur Nummer 1, dem „geflügelten Bleistift in Gold“ für MARUNDEs „Wenn einem so viel Gutes widerfährt.“

Okay Leute. Dieser sprühende Witz, dieses Feuerwerk an beißendem Humor… ich kann hier nicht mehr weiterschreiben, ohne Gefahr zu laufen, mich lebend zu häuten und in ein Salzsäurebecken zu springen.

Ernsthaft. Über Humor lässt sich ja bekanntlich nicht streiten, aber jedem, dem die Gewinner des deutschen Karrikaturenpreises 2020 mehr als ein müdes Arschrunzeln entlocken, möchte ich an dieser Stelle mitteilen, dass zu viel Drogen wirklich schädlich sind, da sie auf die Wahrnehmung einwirken.

Wobei… schickt mir das Zeugs, Froinde. Nach dieser Überdosis an Spaß brauche ich etwas um runterzukommen.

Und denkt immer dran, es heißt BERND Höcke, BERND!!!11 VERSTEHT IHR, BERND!!!1 HAHAHAAHAHAHAHAHOHOHOHOHO.

Es grüßt wie immer selbstgefällig,

Der Kapitalist

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